Kaffee und unser Körper – immer beste Freunde?

Er fehlt bei keinem Frühstück, ist nachmittags zu Torte und Kuchen ebenso beliebt wie abends nach dem Essen und für viele so sehr Genussmittel wie „Lebenselixier“: Kaffee. Getrunken wird er auf der ganzen Welt, ist alltäglicher Begleiter und doch gibt es sicher eine Menge Dinge, die du über Kaffee noch nicht wusstest. Einige dieser „Wissenslücken“ wollen wir an dieser Stelle schließen. Vor allem möchten wir den Fragen nachgehen, wie Kaffee überhaupt auf unseren Körper wirkt und wie viel Kaffee man am Tag trinken sollte.

Wie kam der der Kaffee eigentlich nach Europa?

Zuerst entdeckt wurde die anregende Wirkung von Kaffee wohl im 9. Jahrhundert im heutigen Äthiopien, wo man auch den Ursprung des Kaffees vermutet.

Einer Legende nach, sollen dort Ziegen die Kirschen eines Kaffeestrauches gegessen und danach das „Tanzen“ angefangen haben, indem Sie aufgedreht herumtobten.

Später sollen Mönche in der Region die Kaffeekirschen, weil sie ihnen nicht schmeckte, ins Feuer geworfen und dabei einen köstlichen Duft gerochen haben, wonach sie beschlossen, aus den gerösteten Bohnen ein Getränk herzustellen. Dieses Getränk verbreitete sich dann im 11. Jahrhundert in der arabischen Welt, wo man schätzte, dass Kaffee den Geist „erregte“. Deshalb nannte man es einfach „qahwa“, was so viel bedeutet wie „das Erregende“. Aus „qahwa“ wurde bei uns in der Folge „Kaffee“. In der heute üblichen Zubereitungsform genoss man in Arabien den Kaffee aber wohl erst seit Mitte des 15. Jahrhunderts.

Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte Kaffee dann auch nach Europa und eroberte schnell den gesamten Kontinent. Schon im 17. Jahrhundert eröffneten die ersten europäischen Kaffeehäuser – in Bremen zum Beispiel 1673, in Hamburg 1677 und in Wien 1685. In Arabien kannte man diese Tradition allerdings schon eine Weile früher. Lange war Kaffeegenuss in Europa allerdings ein Privileg der Reichen. Heute kann sich zum Glück jeder Kaffee leisten.

Wissenswertes über Kaffee-Wirkung, Gesundheit & Konsum:

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Wie wirkt Kaffee auf den Körper?

Da jeder Mensch anders ist, variiert natürlich die Wirkung bei jedem einzelnen genauso wie die unbedenkliche Maximalmenge. Medizinisch bewiesen ist allerdings, dass Kaffee Effekte auf den Verdauungstrakt, das Herz-Kreislauf-System und den Blutdruck haben kann.

Wie bekömmlich das Heißgetränk im Einzelfall ist, hängt jedoch auch von Zubereitung, Röstung und Kaffeeart ab.

Andere Auswirkungen des Kaffees, die beobachtet wurden, sind eine Erweiterung der Bronchien und Blutgefäße, einer Erhöhung der körperlichen Ausdauer und Probleme beim Einschlafen. Außerdem soll Kaffee die geistige Leistungsfähigkeit anregen (wie ja schon die Araber einst feststellten) und die Konzentration steigern. Diese Effekte haben Kaffee deshalb zu einem beliebten Muntermacher am Morgen und Wachmacher für Nachtaktive werden lassen. Wobei die Wirkung des Kaffees im Allgemeinen etwa 15 bis 30 Minuten nach dem Trinken einsetzt.[/mpc_icon_column]

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Hilft Kaffee tatsächlich unserer Verdauung?

Auch wenn die genauen Zusammenhänge noch kaum erforscht sind, so gilt es doch als erwiesen, dass die Bitterstoffe des Kaffees verdauungsfördernde Wirkung haben können.[/mpc_icon_column]

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Wie viel Kaffee sollte man trinken?

Natürlich sind für einen Richtwert beim Kaffeegenuss viele – auch persönliche – Faktoren ausschlaggebend, doch empfehlen Experten maximal 400 Milligramm Koffein täglich zu sich zu nehmen, wobei in einem handelsüblichen Kaffeebecher mit 200 Milliliter Inhalt rund 90 Milligramm Koffein enthalten sind. Allerdings steckt Koffein oft auch in anderen Lebensmitteln.

Generell gilt: Wenn der Körper empfindlich auf Kaffee reagiert oder bestimmte Krankheiten (z. B. Herzprobleme) einen eingeschränkten Kaffeekonsum bedingen könnten, sollte man erst mit seinem Arzt sprechen, inwieweit Kaffeegenuss ratsam ist.[/mpc_icon_column]

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Gibt es tatsächlich „magenfreundlichen“ Kaffee?

Wie gut oder schlecht unser Magen einen bestimmten Kaffee verträgt, hängt nicht vom Koffeingehalt, sondern von der Röstdauer der Bohnen ab. Heißt umgekehrt: Entkoffeinierter Kaffee muss nicht zwangsläufig magenschonender sein. Espresso hingegen gilt als relativ magenschonend, weil er, da länger geröstet, weniger Säure beinhaltet.[/mpc_icon_column]

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Weltweit werden pro Jahr 500 Milliarden Tasse Kaffee getrunken

Eine beeindruckende Zahl: Jährlich werden weltweit eine halbe Billion Tassen Kaffee konsumiert, Das sind bei circa 7 Milliarden Menschen auf der Welt sage und schreibe 71 Tassen pro Kopf.

Als Rekordhalter beim Kaffeekonsum gelten die Finnen, wo 2015 jeder Bewohner 1310 Tassen jährlich getrunken haben soll, macht am Tag etwa 3,6 Tassen. In Deutschland hingegen lag der Kaffeekonsum in diesem Jahr bei 675 Tassen (circa 1,8% Tassen am Tag). Insgesamt bezifferte man 2015 den Pro-Kopf-Verbrauch an Kaffee in Deutschland mit 162 Litern, damit ist Kaffee bei uns das beliebteste Getränk überhaupt.[/mpc_icon_column]

Was tun, wenn einem der Kaffee zu bitter ist?

Für allen, die einen empfindlichen Magen haben, aber trotzdem nicht auf Kaffeegenuss verzichten möchten, bieten sich verschiedene Möglichkeiten, damit der Kaffee etwas „magenfreundlicher“ wird:

  • Lieber Kaffee aus Arabica-Bohnen trinken. Die enthalten weniger Säure als Robusta-Bohnen.
  • Lieber Kaffee aus Bohnen, die lange geröstet wurden (z. B. Espresso), genießen.
  • Milch oder Sahne in den Kaffee tun, da hierdurch die Säure im Kaffee abgemildert wird.
  • Kaffee mit schnellerer Brühzeit bevorzugen.

Noch ein paar Fakten zu Kaffee

  • Kaffee liegt im Ranking der weltweit am meisten gehandelten Rohstoffe gleich hinter Erdöl.
  • Kaffee wächst aus klimatischen Gründen nur in Ländern entlang des Äquators, dem sogenannten Bohnengürtel.
  • Das Koffein im Kaffee hat eigentlich die Aufgabe Bienen anzulocken, damit diese die Kaffeebäume bestäuben.
  • Kaffee führte an der University of Cambridge zur Erfindung der ersten Webcam. Man wollte nämlich den Füllstand der Kaffeemaschine kontrollieren, ohne extra hinzulaufen.

Weitere interessante Fakten zu Kaffee findest du hier

Kaffee-Fakten

Kaffee und unser Körper – immer beste Freunde? Er fehlt bei keinem Frühstück, ist nachmittags zu Torte und Kuchen ebenso beliebt wie abends nach dem Essen und für viele so sehr Genussmittel wie „Lebenselixier“: Kaffee. Getrunken wird er auf der ganzen Welt, ist alltäglicher Begleiter und doch gibt es sicher eine Menge Dinge, die du [...]